Revoluts erste physische Krypto-Karte geht im Vereinigten Königreich und EWR live
Revolut stellte am 18. Mai 2026 seine erste physische Kryptowährungs-Debitkarte vor und bringt damit krypto-basierte Ausgaben in einen vertrauten Formfaktor: eine Karte im Portemonnaie. Die im Dogecoin-Design gestaltete Debitkarte verfügt über ein LED-Display, das aufleuchtet, wenn Benutzer zum Bezahlen kontaktlos anlegen, und wird überall dort akzeptiert, wo Visa und Mastercard unterstützt werden. Die anfängliche Markteinführung umfasst Kunden im Vereinigten Königreich und im Europäischen Wirtschaftsraum, mit Ausnahme von Ungarn, der Schweiz und Portugal.
Wie die Karte funktioniert
Anstatt von Händlern zu verlangen, dass sie einen direkten Krypto-Checkout unterstützen, übernimmt Revolut die Umrechnung im Hintergrund und bezahlt den Händler in der für die Transaktion erforderlichen Währung. Dieses Design beseitigt einen langjährigen Reibungspunkt bei Krypto-Zahlungen — Händler erhalten die standardmäßige Abrechnungswährung, während die Bestände der Benutzer am Point of Sale umgerechnet werden.
Zu den wichtigsten Produktspezifikationen gehören:
- Keine zusätzlichen Umrechnungsgebühren bei Krypto-Käufen, obwohl Transaktionen den Echtzeit-Wechselkursen unterliegen und je nach lokalen Vorschriften Steuerpflichten begründen können.
- Ein Ausgabelimit von 100.000 £ pro Transaktion und maximal 100 Umrechnungen innerhalb eines 24-Stunden-Zeitraums.
- Kompatibilität mit allen Visa- und Mastercard-Händlern weltweit.
- Sowohl virtuelle als auch physische Kartenoptionen sind über die Revolut-App verfügbar.
Ein breiterer Wandel in der Branche
Die Einführung erfolgt inmitten einer wachsenden Welle der Akzeptanz von Krypto-Karten, da Börsen wie Crypto.com, Coinbase und Binance die Verfügbarkeit ihrer Kartenprogramme erhöhen. Gemini hat auf sein Kartengeschäft als einen immer wichtigeren Umsatztreiber hingewiesen, während Stablecoin-Unternehmen und Wallets begonnen haben, Karten als natürliche Erweiterungen ihrer Geschäftstätigkeit zu präsentieren. Die täglichen Transaktionen mit Krypto-Karten haben kürzlich die Marke von 100.000 Operationen überschritten, was das beschleunigte Interesse der Verbraucher an krypto-basierten Zahlungsprodukten widerspiegelt.
Revoluts expandierender regulatorischer Fußabdruck
Die Einführung der Karte ist Teil einer breiteren strategischen und regulatorischen Expansion. Im Jahr 2025 integrierte Revolut Polygon in seine App, um Überweisungen, POL-Staking und In-App-Kryptokartenzahlungen zu ermöglichen. Im März 2026 erhielt das Unternehmen die regulatorische Genehmigung zur Gründung einer voll lizenzierten Bank im Vereinigten Königreich und hat außerdem eine De-novo-Banklizenz in den USA beantragt — ein Schritt, den einige Analysten als potenziellen Weg zur Einführung eines GENIUS-Act-konformen Stablecoins ansehen.
Revolut meldete für 2025 einen Rekordgewinn von 2,3 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von 6 Milliarden US-Dollar, angetrieben durch einen Anstieg der Abonnementsaufträge um 67 % auf 936 Millionen US-Dollar und ein Plus von 45 % bei den Kartenzahlungserträgen auf insgesamt 1,3 Milliarden US-Dollar. CEO Nik Storonsky hat angedeutet, dass ein Börsengang vor 2028 unwahrscheinlich ist, wobei das Unternehmen eine spätere IPO-Bewertung zwischen 150 und 200 Milliarden US-Dollar anstrebt.
Mit über 70 Millionen weltweiten Nutzern stellt die physische Krypto-Karte von Revolut eines der größten potenziellen Vertriebsmedien für alltägliche Krypto-Ausgaben dar, das bisher in der Branche gesehen wurde. (***)
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